Führerscheinklasse L

Führerscheinklasse L, Zugmaschinen

Damit fängt die Teilnahme am mobilen Leben an, zumindest im eingeschränkten Sinne. Mit dem Führerschein der Klasse L bist du berechtigt, Zugmaschinen im öffentlichen Straßenverkehr zu führen und diese dürfen ebenfalls noch bis zu zwei Anhänger ziehen. Eine Fahrausbildung ist nicht vorgeschrieben.

So alt musst du sein:
16 Jahre
Diese Fahrzeuge darfst du fahren:
Zugmaschinen, die für den Einsatz in Land- und Forstwirtschaft bestimmt sind und auch dort genutzt werden.
Die Zugmaschinen selbst dürfen nicht mehr als 40 km/h schnell sein. Fährst du mit Anhänger(n), sind 25 km/h die Höchstgrenze.
Außerdem darfst du mit dem Führerschein Klasse L selbst fahrende Arbeitsmaschinen, Stapler und andere Flurförderzeuge bewegen. Sie dürfen ebenfalls nicht schneller als 40 km/h sein. Anhänger an diesen Fahrzeugen sind erlaubt.
Das benötigst du:
1. ein Dokument, aus welchen dein Geburtstag und dein Geburtsort entnommen werden kann
2. Nachweis über einen SehtestPassbild in den üblichen Maßen 35 x 45 mm
3. einen Kurs über Lebensrettende Sofortmaßnahmen am Unfallort
Du musst folgende Voraussetzungen erfüllen:
Es ist nicht notwendig, dass du bereits einen anderen Führerschein besitzt.
Die theoretische Ausbildung besteht aus:
Bei der Führerscheinklasse L musst du an 12 Doppelstunden Grundausbildung und 2 Doppelstunden Zusatzausbildung teilnehmen. Hast du bereits eine Fahrerlaubnis, verkürzt sich die Grundausbildung auf 6 Doppelstunden.
Die praktische Ausbildung besteht aus:
Eine praktische Ausbildung für die Führerscheinklasse L ist nicht vorgeschrieben.
Die theoretische Prüfung besteht aus:
Bei der theoretischen Prüfung musst du 30 Fragen beantworten. Wie immer bist du mit 11 Fehlerpunkten durchgefallen.
Hast du schon eine Fahrerlaubnis inne, stehen nur 20 Fragen auf dem Bogen. Im Gegenzug dazu darfst du leider lediglich 6 Fehlerpunkte haben.
Die praktische Prüfung besteht aus:
Da es keine praktische Ausbildung gibt, musst du dementsprechend auch keine praktische Prüfung über dich ergehen lassen.
Wann darfst du deine theoretische Ausbildung beginnen?
Mit der theoretischen Ausbildung kannst du 6 Monate vor deinem 16. Geburtstag beginnen.
Wann darfst du deine Prüfungen ablegen?
Das Ablegen der theoretischen Prüfung ist ab 3 Monate vor deinem 16. Geburtstag möglich.
Befristung:
Eine Befristung gibt es bei der Klasse L nicht.
Einschluss:
Die Führerscheinklasse L ist in einigen anderen Führerscheinklassen eingeschlossen. Bist du Besitzer der Führerscheinklasse B oder BE, hast du automatisch die Führerscheinklasse L. Dies ist sogar beim Führerschein mit 17 so. Dagegen erhältst du beim Erwerb der Klasse L keine weitere Führerscheinklasse.
Wissenswertes:
Für das Erhalten des Führerscheines der Klasse L musst du lediglich eine theoretische Prüfung ablegen. Eine Fahrausbildung wird nicht verlangt.

 

 

Führerscheinklasse AM

Führerscheinklasse M, Kleinkrafträder

Junge Erwachsene erhalten mit der Führerscheinklasse AM den Einstieg in das mobile Leben, denn mit diesem Führerschein sind sie berechtigt, Kleinkrafträder zu fahren. Zwar dürfen diese lediglich 50 bzw. 45 km/h Höchstgeschwindigkeit an den Tag legen, trotzdem kommt man damit gut und schnell an sein Ziel. Im Gegensatz zur Klasse A1 ist die Führerscheinklasse AM um einiges billiger und auch die Ausbildung ist einfacher. Bist du größtenteils im Ort unterwegs, dann ist die Führerscheinklasse AM ideal für dich. Wer den Führerschein der Klasse B besitzt, darf ebenfalls Fahrzeuge der Klasse AM fahren.

So alt musst du sein:
16 Jahre
Diese Fahrzeuge darfst du fahren:

Zweirädrige Kleinkrafträder mit:


Dreirädrige Kleinkrafträder mit:


Vierrädrige Leicht-Kfz mit:

Das benötigst du:
1. Sehtest
2. Kurs über lebensrettende Maßnahmen am Unfallort
3. einen Nachweis über den Ort und die Zeit deiner Geburt
4. ein Passbild in der üblichen Größe von 35 x 45 mm
Du musst folgende Voraussetzungen erfüllen:
Willst du den Führerschein Klasse M erwerben, musst du im Vorfeld keinen anderen Führerschein haben.
Die theoretische Ausbildung besteht aus:
Die theoretische Ausbildung besteht aus 12 Doppelstunden Grundausbildung und 4 Doppelstunden Zusatzausbildung.
Hast du bereits eine Fahrerlaubnis inne, reduziert sich die Grundausbildung auf 6 Doppelstunden.
Die praktische Ausbildung besteht aus:
Bei der praktischen Ausbildung musst du deine Übungsfahrstunden absolvieren, aber keine Sonderfahrten. Wie viele Stunden du üben musst, kann nicht vorausgesagt werden. Das hängt ganz von dir ab, wie schnell du das benötigte Können erwirbst.
Die theoretische Prüfung besteht aus:
Bei der theoretischen Prüfung musst du 30 Fragen beantworten. Insgesamt darfst du dir 10 Fehlerpunkte erlauben.
Die praktische Prüfung besteht aus:
Der Zeitaufwand für die praktische Prüfung hält sich im Rahmen. Vorgeschrieben sind mindestens 30 Minuten, in denen du innerhalb des Ortes fährst und eine Sicherheitskontrolle deines Fahrzeuges durchführen musst.
Wann darfst du deine theoretische Ausbildung beginnen?
Der Beginn deiner theoretischen Ausbildung steht ab einem halben Jahr vor deinem 16. Geburtstag nichts mehr im Wege.
Wann darfst du deine Prüfungen ablegen?
Die theoretische Prüfung ist frühestens ein Vierteljahr vor deinem 16. Geburtstag möglich.
Die praktische Prüfung darfst du erst einen Monat vor deinem 16. Geburtstag ablegen.
Befristung:
Eine Befristung gibt es bei der Klasse M nicht.
Einschluss:
Keine

 

Führerscheinklasse S

Führerscheinklasse S, Trike, Quad, Microcar

Trike, Quad und Microcars werden in Deutschland immer beliebter. Deshalb wurde im Februar 2005 die Fahrerlaubnis der Klasse S eingeführt. Damit kannst du bereits ab 16 Jahren dreirädrige Krafträder und vierrädrige Kleinkraftfahrzeuge, zu denen Trikes, Quads und Microcars gehören, fahren. Sie dürfen aber nur eine Höchstgeschwindigkeit bis 45 km/h haben. Im Klartexte heißt das: Den Geschwindigkeitsrausch auf Kraftfahrstraßen und Autobahnen wirst du nicht erleben.

So alt musst du sein:
16 Jahre
Diese Fahrzeuge darfst du fahren:
Fahrspaß pur kannst du in dieser Klasse mit dreirädrigen Kleinkrafträdern und vierrädrigen Leichtkraftfahrzeugen genießen, die nicht mehr als 45 km/h schnell sein dürfen und deren Hubraum nicht 50 cm³ überschreiten darf. Das Leergewicht von vierrädrigen Leichtkraftfahrzeugen darf 350 kg nicht überschreiten. Bei Elektrofahrzeugen fällt das Gewicht der Batterien hier nicht mit rein.
Das benötigst du:
1. Sehtest
2. Passbild 35 x 45 mm
3. einen Nachweis über deinen Geburtstag und -ort (amtliches Dokument)
4. Kurs über lebensrettende Sofortmaßnahmen am Unfallort
Du musst folgende Voraussetzungen erfüllen:
Du musst für die Klasse S keinen anderen Führerschein besitzen.
Die theoretische Ausbildung besteht aus:
Das theoretische Wissen bekommst du in 12 Doppelstunden Grundausbildung und 2 Doppelstunden Zusatzausbildung beigebracht. Hast du schon einen Führerschein, umfasst die Grundausbildung nur 6 Doppelstunden.
Die praktische Ausbildung besteht aus:
Beim Erwerb des Führerscheins der Klasse S musst du keine Sonderfahrten durchführen. Hier gibt es nur Übungsfahrstunden, deren Anzahl sich danach richtet, wie schnell du das Ausbildungsziel erreichst.
Die theoretische Prüfung besteht aus:
Der Fragebogen enthält 30 Fragen. 10 Fehlerpunkte kannst du dir leisten. Bei jedem mehr bist du durchgefallen und musst die theoretische Prüfung wiederholen.
Bei Führerscheinbesitzern hat der Fragebogen nur 20 Fragen. Du darfst aber nur 6 Fehlerpunkte haben.
Die praktische Prüfung besteht aus:
Bei der Prüfung musst du mindestens 30 Minuten fahren, aber das lediglich innerorts.
Wann darfst du deine theoretische Ausbildung beginnen?
6 Monate vor deinem 16. Geburtstag ist es soweit, jetzt darfst du die theoretische Ausbildung für die Führerscheinklasse S beginnen.
Wann darfst du deine Prüfungen ablegen?
Die theoretische Prüfung kannst du maximal 3 Monate vor deinem 16. Geburtstag absolvieren.
Für die praktische Prüfung musst du bis mindestens 1 Monat vor deinem 16. Geburtstag warten.
Befristung:
Für die Klasse S gibt es keine Befristung.
Einschluss:
Wenn du einen Pkw-Führerschein, also die Klasse B besitzt, dann bist du automatisch Besitzer des Führerscheins Klasse S. Das gilt auch beim Führerschein mit 17. Erwirbst du nur die Klasse S, darfst du keine Fahrzeuge führen, für die eine andere Führerscheinklasse notwendig ist.
Wissenswertes:
Alle Fahrzeuge der Klasse S darfst du fahren, wenn du die Klasse B oder T besitzt. Hast du einen Führerschein der Klasse A, A1 oder L, bist du nicht berechtigt, Fahrzeuge der Klasse S zu bewegen.
Fährst du ein dreirädriges Kleinkraftrad, musst du einen Helm tragen. Bei einem vierrädrigen Fahrzeug ist ein Helm keine Pflicht, aber im Interesse deiner Gesundheit solltest du einen tragen.

 

 

Führerscheinklasse A (direkt)

Führerscheinklasse A, leistungsunbeschränkte Krafträder

Die Klasse A wird in zwei Kategorien eingeteilt. Während du mit der Klasse A2 nur leistungsschwächere Motorräder fahren darfst, ist es dir mit der Klasse A erlaubt, Motorräder ohne Leistungseinschränkungen zu fahren. Bei diesen ist es unerheblich, in welchem Verhältnis Motorleistung und Leistungsgewicht (kg pro Kilowatt) zueinander stehen. Ist man mehr als 2 Jahre Besitzer der Führerscheinklasse A2, bekommt man automatisch und ohne Beantragung einer Änderung die Klasse A. Ab einem Alter von 24 Jahren darfst du sofort die Klasse A erwerben (Direkteinstieg).

So alt musst du sein:
Diese Fahrzeuge darfst du fahren:
Krafträder mit:

Dreirädrige Kraftfahrzeuge mit Leistung über 15 kW

Dreirädrige Kraftfahrzeuge mit symmetrisch angeordneten Rädern mit:

Einschluss: AM, A1, A2

Bei zweijährigem Vorbesitz der Klasse A2 nur praktische, aber keine theoretische Prüfung erforderlich

Das benötigst du:
1. einen Nachweis über deinen Geburtstag und -ort
2. einen Sehtest
3. ein Passbild mit den Maßen 35 x 45 mm
4. den Nachweis über die Teilnahme an einem Kurs über lebensrettende Maßnahmen am Unfallort
Du musst folgende Voraussetzungen erfüllen:
Um die Klasse A zu erhalten, musst du bereits 2 Jahre den Führerschein Klasse A2 dein Eigen nennen. Danach wird die beschränkte Fahrerlaubnis in die unbeschränkte umgewandelt. Für die Umwandlung musst du keine Zusatzausbildung und keine Prüfung absolvieren und auch keinen Antrag stellen.
Eine Ausnahme bilden Fahrerlaubnisanwärter, die das 25. Lebensjahr vollendet haben. Diese können sich, ohne über die Klasse A2 zu gehen, für die Klasse A ausbilden lassen. Sie müssen allerdings ihre Prüfung und ebenfalls die Ausbildung mit einem Motorrad der unbeschränkten Leistungsklasse ablegen. Die Prüfung darfst du bereits einen Monat vor dem 25. Geburtstag ablegen, den Führerschein bekommst du jedoch erst ab Erreichen des 25. Lebensjahres ausgehändigt.
Die theoretische Ausbildung besteht aus:
Die Theorie wird dir in 12 Doppelstunden Grundausbildung und 4 Doppelstunden Zusatzausbildung beigebracht.
Die praktische Ausbildung besteht aus:
Zuerst einmal musst du deine Übungsfahrstunden im Rahmen der Grundausbildung absolvieren. Wie viele dies sind, hängt ganz von deinem eigenen Lerntempo ab. Eine Vorhersage kann nicht getroffen werden.
Die Pflichtfahrstunden setzen sich zusammen aus 5 Fahrstunden Überland, 4 Fahrstunden Autobahn und 3 Fahrstunden Nacht.
Als Besitzer der Führerscheinklasse A1 betragen die Pflichtfahrstunden nur noch 3 Fahrstunden Überland, 2 Fahrstunden Autobahn und 1 Fahrstunde Nacht.
Die theoretische Prüfung besteht aus:
In der theoretischen Prüfung musst du einen Fragebogen mit 30 Fragen beantworten. 10 Fehlerpunkte werden dir zugestanden, diese können allerdings schon durch die falsche Beantwortung von 2 Fragen entstehen.
Hast du bereits eine Fahrerlaubnis, musst du im Fragebogen nur 20 Fragen beantworten, dabei darfst du dir nicht mehr als 6 Fehlerpunkte erlauben.
Die praktische Prüfung besteht aus:
Bei der praktischen Prüfung wirst du mindestens 60 Minuten auf den Können und Wissen geprüft. So musst du eine Sicherheitskontrolle an deinem Fahrzeug durchführen und dein Motorrad innerhalb und außerhalb des Ortes und auf Kraftfahrstraßen und Autobahnen sicher bewegen können.
Wann darfst du deine theoretische Ausbildung beginnen?
Mit der theoretischen Ausbildung kannst du frühestens 6 Monate vor deinem 25. Geburtstag anfangen.
Wann darfst du deine Prüfungen ablegen?
Die theoretische Prüfung ist ab einem Vierteljahr vor dem 25. Geburtstag erlaubt.
Die praktische Prüfung darfst du frühestens einen Monat vor deinem 25. Geburtstag ablegen.
Befristung:
Hast du einmal den Führerschein der Klasse A in deinem Besitz, ist dieser unbefristet gültig.
Einschluss:
Mit der Klasse A bist du ebenfalls im Besitz der Fahrerlaubnisklassen A1 und AM.
Wissenswertes:
Entschließt du dich im Alter von 23 Jahren, die Führerschein Klasse A2 zu machen, musst du die Frist von 2 Jahren nicht einhalten, da es ja möglich ist, durch den Direkteinstieg mit 24 Jahren bereits die Führerscheinklasse A zu erwerben. Du darfst also die Klasse A auch vor Ablauf der regulären 2 Jahre beantragen, wenn du innerhalb dieser deinen 25. Geburtstag feierst. Diese Vorverlegung ist aber mit einer weiteren Ausbildung mit anschließender Prüfung verbunden, die erneut Kosten produziert.

 

 

Führerscheinklasse A2

Führerscheinklasse A beschränkt, leistungbeschränkte Krafträder

Für Motorradfahrer, die zwischen 18 und 24 Jahren alt sind, wird die Führerscheinklasse A2 erst einmal erteilt. Das heißt nicht, dass der Fahrer in irgendeiner Weise eingeschränkt wird. Die Führerscheinklasse A2 gilt für das Fahrzeug, bei dem es sich um eine Maschine handelt, die ein ausgewogenes Verhältnis von Leistung und Gewicht haben muss. Das wiederum heißt, viel Motorkraft darf keinem geringen Gewicht gegenüberstehen. Die Beschränkung wird nach zwei Jahren aufgehoben.

So alt musst du sein:
Im Allgemeinen musst du 18 Jahre alt sein, um den Führerschein der Klasse A2 zu erwerben. Jedoch gelten weitere Altersbestimmungen für das Führen der erlaubten Maschinen.
Diese Fahrzeuge darfst du fahren:
Die Fahrzeuge der Führerscheinklasse A2 sind Zweiräder, welche auch einen Beiwagen haben dürfen, mit einem Hubraum über 50 cm³ oder mit einer erreichbaren Geschwindigkeit von mehr als 45 km/h.
In den ersten zwei Jahren des Besitzes der Fahrerlaubnis der Klasse A2 darfst du nur Krafträder mit einer Nennleistung von nicht mehr als 35 kW und einem Verhältnis von Leistung zu Leergewicht von nicht mehr als 0,2 kW/kg fahren.
Nach deinem 20. Geburtstag bist du berechtigt, schwere Motorräder zu fahren. Dazu gehören Maschinen mit einer Nennleistung über 35 kW und einem Gewicht von weniger als 6,25 kg/kW. Eine Umschreibung der Fahrerlaubnis ist nicht notwendig. Die Berechtigung erhältst du automatisch mit der Vollendung des 20. Lebensjahres.
Das benötigst du:
1. einen Sehtest
2. ein Passbild mit einer Größe von 35 x 45 mm
3. einen Nachweis über deinen Geburtstag und deinen Geburtsort
4. einen Kurs über lebensrettende Sofortmaßnahmen am Unfallort
Du musst folgende Voraussetzungen erfüllen:
Zur Absolvierung der Führerscheinklasse A2 brauchst du vorher keine andere Fahrerlaubnis.
Die theoretische Ausbildung besteht aus:
Die theoretische Ausbildung besteht aus 12 Doppelstunden Grundausbildung und 4 Doppelstunden Zusatzausbildung.
Hast du bereits eine Fahrerlaubnis, reduziert sich die Grundausbildung auf 6 Doppelstunden.
Die praktische Ausbildung besteht aus:
Die praktische Ausbildung setzt sich zusammen aus Übungsfahrstunden - die Grundausbildung - und Pflichtfahrstunden - die Sonderausbildung. In der Grundausbildung musst du deine Übungsfahrstunden absolvieren. Wie viele du benötigst, kann pauschal nicht gesagt werden. Das hängt von deinem eigenen Können ab.
Die Sonderausbildung in Form der Pflichtfahrstunden läuft für alle gleich ab. Du musst 5 Fahrstunden Überland, 4 Fahrstunden Autobahn und 3 Fahrstunden Nacht hinter dich bringen.
Hast du schon den Führerschein der Klasse A1, sind weniger Fahrstunden zu leisten. Dann musst du nur noch 3 Fahrstunden Überland, 2 Fahrstunden auf der Autobahn und 1 Fahrstunde in der Nacht machen.
Die theoretische Prüfung besteht aus:
Der Fragebogen besteht aus 30 Fragen bzw. 20 Fragen (bei Vorbesitz eines Führerscheins). Bei diesen darfst du dir 10 bzw. 6 Fehlerpunkte erlauben.
Die praktische Prüfung besteht aus:
Die Prüfungsfahrt dauert mindestens eine Stunde. Du musst dabei innerhalb und außerhalb des Ortes, auf der Autobahn und auf der Kraftfahrstraße fahren. Auch eine Sicherheitskontrolle am Prüfungsfahrzeug musst du zeigen können.
Wann darfst du deine theoretische Ausbildung beginnen?
Mit der Theorie kannst du 6 Monate vor deinem 18. Geburtstag beginnen.
Wann darfst du deine Prüfungen ablegen?
Die theoretische Prüfung zum Führerschein A2 darfst du ab 3 Monaten vor deinem 18. Geburtstag ablegen. Die praktische Prüfung ist frühestens 1 Monat vor deinem 18. Geburtstag möglich.
Befristung:
Eine Befristung liegt bei der Klasse A2 nicht vor.
Einschluss:
Wenn du im Besitz der Führerscheinklasse A2 bist, darfst du ebenfalls die Fahrzeuge der Klassen A1 und AM führen, denn diese werden durch die Fahrerlaubnis der Klasse A2 eingeschlossen.
Wissenswertes:
Bist du bereits 24 Jahre bei der Aushändigung der Fahrerlaubnis alt, hast die Ausbildung auf einer schweren Maschine absolviert und bist weiterhin auf dieser geprüft worden, bekommst du die Klasse A. Bei zweijährigem Vorbesitz der Klasse A1 nur praktische, aber keine theoretische Prüfung erforderlich

 

 

Führerscheinklasse A1

Führerscheinklasse A1, Leichtkrafträder

Diese Führerscheinklasse ist meist die Einsteigerklasse in die Welt der Mobilität. Bist du im Besitz der Fahrerlaubnis A 1, darfst du Leichtkrafträder mit einem Hubraum bis 125 cm³ und einer Nennleistung bis 11 kW führen.

So alt musst du sein:
16 Jahre
Diese Fahrzeuge darfst du fahren:

Krafträder mit:

Dreirädrige Kfz mit symmetrisch angeordneten Rädern:

Das benötigst du:
1. ein Ausweisdokument, in welchem dein Geburtstag und -ort zu finden ist
2. ein Passbild in der Größe 35 x 45 mm
3. einen Sehtest
4. einen Kurs über lebensrettende Sofortmaßnahmen am Unfallort, der mindestens vier Doppelstunden beträgt
Du musst folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für die Führerscheinklasse A ist es nicht notwendig, dass du bereits im Besitz einer anderen Klasse bist.
Die theoretische Ausbildung besteht aus:
Der Stoff der theoretischen Ausbildung wird dir in 12 Doppelstunden Grundausbildung und 4 Doppelstunden Zusatzausbildung vermittelt.
Besitzt du schon einen Führerschein einer anderen Klasse, sind in der Grundausbildung nur 6 Doppelstunden zu absolvieren.
Die praktische Ausbildung besteht aus:
Zuerst einmal musst du deine Übungsfahrstunden leisten. Die Anzahl lässt sich nicht vorhersagen, da sich dies nach deinem Können richtet.
Die Pflichtfahrstunden, auch Sonderfahrten genannt, setzen sich aus
5 Überlandfahrstunden
4 Autobahnfahrstunden
3 Nachtfahrstunden
zusammen.
Die theoretische Prüfung besteht aus:
Der Fragebogen umfasst 30 Fragen. Insgesamt darfst du nicht mehr als 10 Fehlerpunkte haben.
20 Fragen musst du beantworten, wenn du bereits eine Fahrerlaubnis besitzt. Dann darfst du dir nur 6 Fehlerpunkte erlauben.
Die praktische Prüfung besteht aus:
Zur Prüfung musst du mindestens 45 Minuten fahren. In dieser Zeit lässt dich der Prüfer auf der Autobahn, auf Kraftfahrstraßen, innerorts und außerorts fahren. Zudem musst du eine Sicherheitskontrolle an deinem Fahrzeug durchführen.
Wann darfst du deine theoretische Ausbildung beginnen?
Ein halbes Jahr vor deinem 16. Geburtstag ist es soweit, du kannst mit der Theorie für die Führerscheinklasse A1 anfangen.
Wann darfst du deine Prüfungen ablegen?
Die theoretische Prüfung ist frühestens 3 Monate vor deinem 16. Geburtstag möglich, die praktische Prüfung kannst du ab 1 Monat vor deinem 16. Geburtstag ablegen.
Befristung:
Der Führerschein der Klasse A1 unterliegt keiner Befristung. Er ist auf Dauer gültig.
Einschluss:
Bist du im Besitz der Klasse A1, dann hast du automatisch ebenfalls die Klasse AM.
Wissenswertes:
Mit dem Erwerb der Klasse A 1 beginnt die Probezeit zu laufen.

 

 

Führerscheinklasse B

Führerscheinklasse B, Personenkraftwagen

Der wohl am häufigsten erworbene Führerschein ist der Autoführerschein, heutzutage Führerscheinklasse B genannt. Mit ihm darfst du Kraftwagen bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht auf der Straße bewegen. In der alten Führerscheinklasse 3 durftest du Fahrzeuge bis 7,5 t fahren. Auch die Anhängelast wurde mit der Neufassung der Führerscheinklasse reduziert. Nichtsdestotrotz bedeutet die Führerscheinklasse B für dich die große Freiheit. Du kannst sie ebenfalls für Automatik-Fahrzeuge erwerben.

So alt musst du sein:
18 Jahre (17 Jahre, wenn du dich für begleitetes Fahren(BF17) mit 17 entschieden hast.)
Diese Fahrzeuge darfst du fahren:

Kfz – ausgenommen Kfz der Klasse AM, A1, A2 und A mit:

Anhängerregelung

Das benötigst du:
1. deinen Personalausweis oder den Reisepass (Geburtsort und -tag sind wichtig!)
2. Sehtest
3. Passbild mit einer Größe von 35 x 45 mm
4. Nachweis, dass du einen Kurs über lebensrettende Sofortmaßnahmen am Unfallort besucht hast
Du musst folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für diese Klasse brauchst du keinerlei Vorkenntnisse in Form von anderen Führerscheinen.
Die theoretische Ausbildung besteht aus:
Das nötige theoretische Wissen erwirbst du in 12 Doppelstunden Grundausbildung und 2 Doppelstunden Zusatzausbildung.
Wenn du bereits Inhaber eines anderen Führerscheines bist, verringert sich die Grundausbildung auf 6 Doppelstunden.
Die praktische Ausbildung besteht aus:
Wie bei vielen anderen Führerscheinklassen auch, musst du in deiner Grundausbildung Übungsfahrstunden machen. Wie viele das sind, wird sich während der Ausbildung herausstellen, da dies individuell nach dem Können des Fahrschülers bewertet wird.
Zusätzlich musst du Pflichtfahrstunden in Form von 5 Fahrstunden Überland, 4 Fahrstunden auf der Autobahn und 3 Fahrstunden des Nachts leisten.
Die theoretische Prüfung besteht aus:
30 Fragen sollten von dir in der theoretischen Prüfung zum Führerschein Klasse B richtig beantwortet werden. Bis zu 10 Fehlerpunkte darfst du haben, ab dem 11. Fehlerpunkt bist du durchgefallen.
Wenn du schon vorher eine Fahrerlaubnis besessen hast, reduziert sich der Fragebogen auf 20 Fragen. Gleichzeitig sind nur noch 7 Fehlerpunkte erlaubt.
Die praktische Prüfung besteht aus:
Zur Prüfung musst du mindestens 45 Minuten Fahren. Dabei musst du zeigen, dass du in deiner praktischen Ausbildung das Fahren auf der Autobahn, auf Kraftfahrstraßen, innerorts und außerorts gelernt hast.
Wann darfst du deine theoretische Ausbildung beginnen?
Willst du den Führerschein mit 17 machen, darfst du frühestens 6 Monate vor deinem 17. Geburtstag damit beginnen.
Ebenfalls 6 Monate vor deinem 18. Geburtstag kannst du die Theorie für den Führerschein Klasse B anfangen.
Wann darfst du deine Prüfungen ablegen?
Die praktische Prüfung ist nicht eher als einem Monat vor deinem 17. bzw. 18. Geburtstag erlaubt.
Die Theorie darfst du frühestens 3 Monate vor den jeweiligen Geburtstagen absolvieren.
Befristung:
Die Fahrerlaubnis der Klasse B unterliegt keiner Befristung.
Einschluss:
Hast du die Klasse B erfolgreich abgeschlossen, bist du automatisch Besitzer der Klassen AM und L.
Wissenswertes:
Machst du deine Prüfung in einem Fahrzeug mit einem Automatikgetriebe, erhältst du die Klasse B auf Fahrzeuge mit Automatikgetriebe eingeschränkt.
Bist du im Besitz der Führerscheinklasse B, darfst du ebenfalls Fahrzeuge der Klassen L und AM bewegen.

 

 

Führerscheinklasse BE

Führerscheinklasse BE, Pkw mit Anhänger

Willst du mit Anhänger fahren (und damit ist kein leichter gemeint, den man beispielsweise im Baumarkt mieten kann), dann musst du den Führerschein BE zusätzlich zum Pkw-Führerschein der Klasse B besitzen. Empfehlenswert ist es, diesen erst zu machen, wenn du ihn tatsächlich brauchst. Immerhin fallen für diesen ebenfalls Kosten an. Es ist auch nicht erforderlich, diesen sofort oder innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens nach der PKW-Fahrerlaubnis zu absolvieren. Du kannst ihn bei Bedarf jederzeit nachmachen.

So alt musst du sein:
18 Jahre
Diese Fahrzeuge darfst du fahren:

Kfz der Klasse B mit Anhänger oder Sattelanhänger mit:

Das benötigst du:
1. Personalausweis, Reisepass oder ein anderes Dokument, wo dein Geburtstag und dein Geburtsort vermerkt ist
2. ein Passbild, das 35 x 45 mm groß ist
3. Sehtest
4. einen Nachweis, dass du den Kurs Lebensrettende Sofortmaßnahmen am Unfallort mitgemacht hast
Du musst folgende Voraussetzungen erfüllen:
Dieser Führerschein ist ein "Anschluss"-Führerschein. Das bedeutet, dass sein Erwerb an den Besitz einer anderen Fahrerlaubnis gekoppelt ist. Für den Führerschein der Klasse BE musst du daher entweder bereits die Fahrerlaubnis Klasse B schon in der Tasche haben oder du musst die Ausbildung in der Führerscheinklasse B bereits erfolgreich abgeschlossen haben (das ist der Fall, wenn du beide Ausbildungen gleichzeitig machst).
Die Klasse BE darf aber keinesfalls vor Abschluss der Ausbildung der Klasse B erteilt werden.
Die theoretische Ausbildung besteht aus:
Eine theoretische Ausbildung bei der Führerscheinklasse BE entfällt, da diese entweder bereits im Rahmen der Führerscheinklasse B vermittelt wird oder der Absolvent genügend Fahrpraxis vorweisen kann.
Die praktische Ausbildung besteht aus:
Die praktische Ausbildung lehnt sich an die Ausbildungsbestandteile der Führerscheinklasse B an. Wie viele Stunden du für die Grundausbildung brauchst, kann man leider nicht voraussagen. Dazu kommen die Pflichtfahrstunden, die aus 3 Überlandfahrstunden, 1 Autobahnfahrstunde und 1 Nachtfahrstunde bestehen.
Die theoretische Prüfung besteht aus:
Aufgrund der nicht notwendigen theoretischen Ausbildung musst du natürlich auch keine theoretische Prüfung ablegen.
Die praktische Prüfung besteht aus:
Hier wird vor allem geprüft, ob du nicht nur mit Anhänger fahren kannst, sondern diesen auch ordnungsgemäß an den Pkw anhängen kannst. Dementsprechend möchte der Prüfer das Trennen und das Verbinden des Anhängers sehen, du musst die notwendigen Sicherheitskontrollen vor Antritt der Fahrt durchführen und danach mit Pkw und Anhänger innerorts, außerorts, auf der Autobahn und der Landstraße fahren.
Wann darfst du deine theoretische Ausbildung beginnen?
Der Beginn der theoretischen Ausbildung wäre in dem Falle an den Beginn der theoretischen Ausbildung in der Führerscheinklasse B gekoppelt. Du könntest also frühestens ein halbes Jahr vor deinem 18. Geburtstag oder - wenn du den Führerschein mit 17 anstrebst - frühestens ein halbes Jahr vor deinem 17. Geburtstag beginnen.
Wann darfst du deine Prüfungen ablegen?
Die praktische Prüfung darfst du ab einem Monat vor dem 17. bzw. 18. Geburtstag ablegen.
Befristung:
Für Führerscheine der Klasse BE gibt es keine Befristung.

 

Klasse B96


Kfz der Klasse B mit Anhänger mit:


Keine Prüfung, aber besondere Schulung erforderlich.

Mindestalter: vgl. Klasse B